Washington, 4. April. (dpa) Nach der Serie schwerer Wirbelstürme im vergangenen Jahr droht auch 2006 über dem Atlantik eine überdurchschnittlich aktive Hurrikan-Saison. Zu diesem Ergebnis kommen Wissenschafter der Universität Colorado. Sie stellten am Dienstag eine erste Prognose für die vom 1. Juni bis 30. November dauernde Hurrikan-Saison vor. Danach rechnen die Experten mit 9 Hurrikans, von denen sich 5 zu besonders gefährlichen Stürmen der Stufen 3 bis 5 entwickeln könnten.
Im Vorjahr zählten die Meteorologen 15 Hurrikans; davon 7 bedeutsame wie die besonders zerstörerischen Wirbelstürme «Dennis», «Katrina», «Rita» und «Wilma». In einer durchschnittlichen Saison bilden sich nach den Angaben der Wissenschafter 5,9 Wirbelstürme. Die Forscher sehen in ihrer Studie keinen Zusammenhang zwischen der globalen Erderwärmung und einer wachsenden Zahl von Tropen- und Wirbelstürmen weltweit. «Obwohl sich in den vergangenen drei Jahrzehnten global die Oberflächentemperatur der Ozeane um 0,5 Grad Celsius erwärmt hat, haben sich weltweit ausser über dem Atlantik weder die Zahl noch die Intensität der Hurrikans verstärkt», schreiben sie. Die ungewöhnliche Aktivität über dem Atlantik gehe auf eine mehrere Jahrzehnte dauernde Verstärkung der sogenannten thermohalinen Zirkulation zurück. Diese wird durch die unterschiedliche Temperatur und den unterschiedlichen Salzgehalt von Wassermassen ausgelöst.
Ein Glück, dass die Mupfel erst im kommenden Jahr die Karibik erreichen wird...