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Sterling Hochleistungsladeregler Pro Digital
ProduktnameSterling Hochleistungsladeregler Pro Digital PreisCa. 230,-- Euro
Herstelleradresse:www.sterling-power.com
EinsatzbereichStromerzeugung, Batterieladegerät
KaufmotivationVerbesserung der Stromversorgung an Bord und Verbesserung der Batterieladung.
Beschreibung/FunktionsweiseDie standardmäßig eingebauten Lichtmaschinen Laderegler sind meist nur darauf ausgelegt kleine Starterbatterien zu laden. Grosse Batteriebänke vollständig zu laden und die Ladung zu überwachen, ist dabei nicht vorgesehen.
Der Sterling Hochleistungsladeregler Pro Digital umgeht den original Laderegler der jeweiligen Lichtmaschine und stellt die Funktionalität eines leistungsfähigen Batterieladegerätes, wie wir es sonst üblicherweise mit Landstrom betreiben, zur Verfügung.
Der Originalregler wird dabei nicht zerstört oder entfernt, fällt das Sterlinggerät aus oder wird es ausgeschaltet, dann steht der alte Lichtmaschinenregler wieder zur Verfügung.
Die Ladung der Batterien erfolgt über den Sterling Hochleistungsladeregler Pro Digital nach (IUoU) Kennlinie.
Meine persönliche Wertung:Für mich der Kauf des Jahres 2004.
Eine leistungsfähige und effiziente Lösung, die mir das Bordleben wesentlich erleichtert hat und 100% perfekt wäre, wenn die Punkte Bedienungsanleitung, Leistungsanzeige und Restart noch gelöst würden.
Aus meiner Sicht daher ein empfehlenswertes Produkt, dessen Kauf aber nur Sinn macht, wenn Ihr Euch den Einbau zutraut, bzw. eine ausreichende fachliche Unterstützung für den Einbau zur Verfügung habt.
Schön ist die relativ umfangreiche Zustands- bzw. Konfigurationsanzeige per farbiger LED`s.
Die Kostenaspekte sind positiv hervorzuheben. Statt der rund 4000,00 Euro, die für Generator und Ladegerät aufzubringen waren, liefert der Pro Digital Hochleistungsladeregler eine höhere Ladeleistung bereits für ein Investitionsvolumen von exakt 229,90 Euro.
Durch die verringerten Motorlaufzeiten ergibt sich eine weitere Einsparung.
Für den Einbau durch einen Fachmann muss man mit ca. 2 Stunden kalkulieren.
Die Bedienungsanleitung und Praxisbetrieb sind dennoch verbesserungswürdig.
UmweltaspekteAuch für die Umwelt ist der Sterling Pro Digital Laderegler sehr vorteilhaft. Vor allem wenn die Batterien sehr stark entladen sind bzw. viel Strom verbraucht wird, verringern sich die Motorlaufzeiten ganz erheblich. Damit sinkt auch die problematische Belastung der Umwelt (zu der ja auch die Crew zu zählen ist) mit giftigen Dieselabgasen.
Im gleichen Umfang verringert sich auch die Lärmbelastung und auch Lärm ist Umweltverschmutzung.
LieferterminDas Produkt habe ich über SVB bezogen, die Lieferung erfolgte problemlos innerhalb weniger Tage.
LieferumfangDa die Installation im wesentlichen darin besteht, ein zusätzliches Kabel in die Lichtmaschine zu löten, genügen die mit dem Gerät gelieferten Kabel und Kabelschuhe vollauf.
Vollkommen unverständlich ist, daß mit dem Produkt nur eine Bedienungsanleitung, für nicht genauer spezifizierte Lichtmaschinen, (wohl meist für Bosch) geliefert wurde.
Dies ist umso weniger nachvollziehbar, als der Marktführer bei Bootsmotoren die Fa. Yanmar ist, und diese ausschließlich Hitachi Lichtmaschinen einsetzt.
In der deutschen Anleitung findet sich dann der Hinweis, daß man die Einbauanleitung für Hitachi Lichtmaschinen gesondert anfordern kann.
"Schön, dann räumen wir unser Werkzeug doch einfach wieder weg, klappen den Motorraum wieder zu und richten auch das Bettchen wieder her..."
Diese wurde prompt per Email nachgeliefert, aber wer hat schon Email an Bord. Die Anleitung telefonisch anzufordern und dann ein umfangreiches PDF Dokument per Handy zu laden, verteuerte den Kaufpreis also gleich mal um runde 10%.
Tip: Schaut welcher Lichtmaschinentyp bei euch installiert ist und bestellt wenn Euer Typ eine Hitachi ist, dann gleich die fehlende mit.
"Liebe Marketingfachleute und Entwickler der Fa. Sterling, bitte bemüht Euch doch ein wenig mehr, Euch in die Lage Eurer Kunden hineinzufühlen. Wir sind als Segler selten in der Nähe eines preiswerten Telefons mit angeschlossenem Elektrofachbetrieb. Eure Zielgruppe neigt dazu, sich in internationalen Gewässern und auf schlecht versorgten Inseln aufzuhalten".
Die BedienungsanleitungHier hat die Fa. Sterling noch eine Menge aufzuholen. So toll das Produkt konzipiert ist und in der Praxis auch funktioniert, für die Bedienungsanleitung trifft dies nicht zu.

zu kleine Schriften und unkenntliche Details machten die Anleitung für mich unbrauchbar.
Die englische und deutsche Anleitung sind unterschiedlich.
Die Schriftgrößen sind mit ca. 5 oder 6 Punkt viel zu klein.
Die Grafiken erschlossen sich mir als Durchnittsnutzer nicht wirklich.
Das Layout ist lieblos und vollkommen unübersichtlich
Ein Bild sagt mehr als tausend Worte:Vor allem mehr als dilettantisch kopierte Zeichnungen aus dem Yanmar Werkstatthandbuch. Für mich war aufgrund der schlechten Qualität der kopierten Zeichnungen nicht genau die Stelle zu orten, wo das Reglerkabel angelötet werden sollte, noch erschlossen sich mir andere wichtige Details. Einige simple Photos die heutzutage mit einer Digitalkamera für 99 Euro in wenigen Minuten zu erstellen sind, würden die Anleitung sofort drastisch verbessern.
Es würde sich auch anbieten, online eine vernünftige Dokumentation mit Bildern und weiteren Details zur Verfügung zu stellen.
Hinweis: Zwischenzeitlich bietet die deutsche Niederlassung einen Emailsupport an. Ob dieser jedoch dazu geeignet wäre, die folgenden Probleme bei der Installation zu lösen, wage ich zu bezweifeln. Es bleibt das Problem mit dem meist fehlendem Internetanschluß auf dem Boot, hier wird es wohl noch einige Jahre dauern, bis eine bezahlbare Lösung am Markt ist.
"Eine gute Bedienungsanleitung ist so wichtig, weil fehlende sprachliche und fachliche Fähigkeiten im Ausland ein besonders schwer zu meisterndes Problem darstellen".
Die InstallationDie benötige Anleitung lag der Originallieferung nicht bei und die relativ schnell nachgelieferte Anleitung für die Hitachi Lichtmaschinen konnte mir die Installation nicht ausreichend erläutern.
Ich scheiterte sowohl daran den richtigen Lötpunkt für das Steuerkabel in der Lichtmaschine sicher zu identifizieren als auch das Kabel, das zur Zündung führt und den Regler aktiviert.
Hier fehlte mir einfach ein verständliches Schaltschema, vor allem auch mit Angaben wie was zu messen sei.
Ich habe die Unterlagen dem Yachtelektriker einer römischen Bootswerft vorgelegt, der Mann mußte passen.
Auch der von mir zu Hilfe gerufene deutsche Elektroingenieur hatte erhebliche Verständnisprobleme.
Tip: Vorteilhaft wäre es, vor dem Öffnen der Lichtmaschine einen Schlagschrauber zu erwerben bzw. bereitzulegen. Das Metall meiner Hitachi Lichtmaschinen war so weich (miserabel), daß ich die Schraubenköpfe erst tiefer und breiter Einsägen mußte, um sie dann mit einem größeren Schraubendreher öffnen zu können.
5. Praxisbetrieb:Bisher nutzte ich für die Batterieladung ausschließlich ein 220V LEAB Ladegerät mit ca. 45 Ampere Ladeleistung. Dieses wurde über einen Lichtmaschinengenerator mit 3kw Leistung betrieben. Dieser Generator wird von der Backbordmaschine betrieben und wurde dadurch fast doppelt so häufig benutzt wie die Steurbordmaschine. Nun kann ich beide Maschinen gleichwertig zur Ladung einsetzen.
Durch den an der Steuerbordmaschine installierten Pro Digitalladeregler erfolgt die Ladung nun sogar automatisch, sobald der Motor läuft und das sogar mit höherer Ladeleistung.
Das Gerät schaltet sich leider immer, wenn es mehr als 48 Ampere Leistung liefert, was von der Motordrehzahl und dem Ladezustand der Batterien beeinflußt wird, ab. Dann muss ich jeweils die Maschine ganz abstellen und wieder neu starten, damit der Laderegler wieder aktiviert wird. Die Maschine läßt sich nicht in jeder Situation neu starten (Hafenmanöver) und so verliert man wertvolle Ladezeit, zudem muss man ständig das Amperemeter im Auge behalten.
Hier wünsche ich mir einen Restartschalter oder besser noch einen on/off Schalter.
Zur Mindestausstattung gehört aus meiner Sicht auch eine integrierte Anzeige, die die aktuelle Ladeleistung im Ampere und Volt anzeigt.
Die für rund 140,-- Euro angebotene Fernbedienung empfinde ich zu teuer, zu aufwendig zu installieren, vor allem wegen der notwendigen Verkabelung. Am Navtisch ist dieses Gerät zudem überflüssig, da man diese Leistungsinformationen ja in erster Linie im Störungsfall benötigt oder bei relativ seltenen Problemstellungen. Es macht also keinen Sinn noch ein Loch mehr in die schönen Möbel zu sägen.
Tip: Im Praxisbetrieb ist darauf zu achten, daß die Lichtmaschine wenn sie nun ihre volle Leistung liefert, erheblich heißer wird als zuvor. Wir dachten zuerst, die Lichtmaschine brennt ab und wir hätten einen Fehler bei der Installation gemacht. Aber es waren nur Fettreste und Staub, der nun verbrannte.
Tip: Auch der Keilriemen wird nun ganz anders beansprucht, ich hatte meinen nicht ausreichend gespannt (so wie zuvor) und der Keilriemen lief bald durch. Der Keilriemen ist aus meiner Sicht nun öfters zu kontrollieren.
Praxiserfahrungen seit 04.08.2004 Es traten keine Störungen auf bei der Inbetriebnahme.
Erste Funktionsstörungen ab September 2007
zwischenzeitlich werden die Batterien teilweise mit bis zu 15,5 V geladen, das aber nur wenn die Batterien bereits voll sind. Derart hohe Spannungen können die Batterien schädigen.
Der Fehler ließ sich wirtschaftlich sinnvoll nicht reparieren und so war eine Neuanschaffung fällig.
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